2009/07/05

Hessische Kultusminister und Schulbibliotheken

Die LAG hat immer den Kontakt zum jeweiligen Kultusminister und den bildungspolitischen Sprecher/innen der Landtagsfraktionen gesucht. Zu den Anfängen gehörte das Gespräch mit Hartmut Holzapfel.

Als seine Partei, nach langen Regierungsjahren in der Opposition gelandet war, sagte er den Satz: “Wir können uns bei dem Thema jetzt nicht aus dem Fenster hängen. Als wir an der Regierung waren, da hatten wir selbst nicht viel gemacht. Als er Minister wurde, konnten wir daran  nicht ohne Erfolg  anknüpfen. Er gab auch einmal einem Schulbibliothekstag die Ehre seines Besuchs. Betrübt waren wir, als er die LAG Darstellendes Spiel als Initiatorin des Kulturmobils (eines Fortbildungtrucks) nannte. Der Zuruf eines Abteilungsleiters: “Das war die LAG Schulbibliotheken” führte leider nicht dazu, dass er sich korrigierte.

Bei Kultusministerin Wolff wurde der Kontakt regressiv. Sie schrieb uns zwar ein Vorwort für eine Broschüre. In Erinnerung blieb uns aber vor allem, dass sie sich beim Gespräch als Bücherliebhaberin outete.  Auch in Landtagsdebatten ließ sie an geigneten Stellen Hinweise vermissen. Dafür kam sie von einer Bildungsreise aus Finnland zurück und war begeistert von Schulbibliotheken, die sie dort gesehen hatte. Für das hessische Schulbibliothekswesen brachte das nichts.

Interimskultusminster Jürgen Banzer hatte als Landrat zahlreiche Schulen neu bauen lassen und darin die Bibliotheksräume nie vergessen. Als Minister führte er im Haus ein strenges Regiment, was ihm wenig Freunde brachte. (Inzwischen hat sich im Haus die Erinnerung an ihn aufgehellt.) Die LAG hatte gezögert, ihn anzusprechen, da absehbar war, dass er vorübergehend amtieren würde.  Dass solche Gespräche nur Kontaktpflege sind und nicht in konkretes politisches Handeln münden, war und ist uns natürlich auch klar. Der dbv Hessen wollte unbedingt mit Banzer über “Bibliothek und Schule” reden und trat mit großer Delegation an. Der Minister entließ sie nach kurzer Zeit mit der Bemerkung: “Was wollen Sie denn? Wenn Sie Geld wollen: Ich habe keines.”

Zur jetzigen Ministerin Dorothea Henzler bestand schon früher regelmäßiger Kontakt. Wir luden sie gleich nach Amtsantritt zum Schulbibliothekstag ein. Sie schickte einen Beamten ihres Hauses.

Ein Kultusminister/eine Kultusministerin sitzt heutzutage auf einem Schleudersitz. Wenn wir jetzt einen Termin bei Frau Henzler machen würden, müssten wir befürchten, dass sie zu diesem Datum nicht mehr Ministerin ist.

Kultus und Wissenschaft wurden in Hessen vor vielen Jahren aus koalitionsarithmetrischen Gründen getrennt. (Holzapfel hätte das gerne rückgängig gemacht.) Da letzteres eine Fachaufsicht beim Thema Bibliotheken hat, schadet auch dort Kontaktpflege  nicht. Dies war aber schwierig, weil das Minsterium nichts, aber auch gar nichts mit Schule zu tun haben wollte. Wir kamen also nur bis zum Staatssekretär. Der hatte nur eine Frage: “Erklären Sie mir, warum man neben Stadtbibliotheken noch Schulbibliotheken braucht”. Den Rest erledigte sein Abteilungsleiter: “Wollen etwa Geld?”

Vielleicht sollten wir uns mehr an die “Arbeitsebene” halten. Da haben wir im KM überwiegend konstruktive Gespräche geführt, egal, wer Minister/in war.

Yes, minister.

2009/07/01

2. Brandenburgischer Schulbibliothekstag 2009

Aufgrund des großen Erfolges 2008 wird es auch in diesem Jahr einen Schulbibliothekstag für Berlin und Brandenburg geben.
Die Räumlichkeiten werden von der Fachhochschule Potsdam zur Verfügung gestellt. Der Schulbibliothekstag findet

am Samstag, dem 28.11.2009,

statt.

Folgende Workshops stehen bereits fest:
Tipps und Tricks für die Schulbibliothek der Sek I
Tipps und Tricks für die Schulbibliothek der Sek II
Vorstellung des Leseprogramms ANTOLIN
Neue Kinder- und Jugendliteratur
Unterricht in der  Schulbibliothek
Basics
Fundraising

Als Aussteller sind mehrere Schulbibliotheksaustatter angefragt.

Die Anmeldung ist ab dem 1. September 2009 auf der Website des Sponsors Dantek möglich.

Da die Kosten einer solchen Tagung nicht mehr alleine vom Sponsor getragen werden können, ist ein Unkostenbeitrag notwendig. Bei Anmeldung bis zum 25.11.2009 25 €, danach 30.

Der Preis beinhaltet die Teilnahme an zwei Workshops, sowie Mittagessen und Getränke.


Teilnehmer/innen aus anderen Bundesländern sind wieder herzlich willkommen.

So war es 2008 im Einstein-Gymnasium.

2009/06/30

Das hab´ich aus dem Internet!

Eine Website über ein fiktives Römerlager in Berlin hat eine Lehrerin mit Schülerinnen und Schülern einer 8. Klasse erarbeitet. Dabei kamen auch Rechtsvorschriften, die beim Umgang mit fremdem Text- und Bildmaterial zu beachten sind, nicht zu kurz. Das ist ja nicht oft der Fall, wenn im Unterricht gegoogelt wird. Die Lehrerin, Dr. Helene Skladny, verschweigt auch nicht die technischen und motivationalen Probleme bei diesem Projekt.

(via Lehrer-online)

2009/06/29

Potsdam: Noch ein DDR-Alltagskulturmuseum?

Ich nutze gerne die Gelegenheit, die beiden disparaten Schwerpunkte des Blogs – Schulbibliotheken und Aufarbeitung der SED-Diktatur – in einem Beitrag unterzubringen:

SLB-Gebäude

Gebäude der SLB Potsdam

Die Potsdamer Stadt- und Landesbibliothek (SLB), der ich mich als ehrenamtlicher Berater für Schulbibliotheken angeboten habe und dies auch wahrnehme, ist in einem Gebäude untergebracht, das manchen als Meisterleistung sozialistischer Stadtbaukunst gilt.

Nun wird im Zuge eines Versuchs, die historische Stadtmitte am Alten Markt wiederzugewinnen, die Hälfte des Gebäudes abgerissen. Das riesige Gebäude wurde quer über Gässchen der verwinkelten Altstadt gebaut, in seinen Proportionen völlig unpassend, aber damit absichtlich die mächtige Nikolaikirche und die noch erhalten gebliebenen Gebäude des Alten Marktes an den Rand drängend. Der Teil, in dem sich die SLB befindet, wird renoviert. Die SLB wird, unter Erhalt der – zu renovierenden – Fassade, zu einer modernen, attraktiven Publikumsbibliothek umgebaut.

Entwurf neue SLB

Entwurf Innenansicht

Jetzt stellt sich heraus, dass der Umbau sehr teuer wird. Die Bibliothek soll daher abspecken und Räume zur Vermietung schaffen. Ladenhüter und veraltete Bücher sollen kräftig ausgesondert werden. Auch darüber wird, wie über alles in Potsdam,  heftig gestritten.

Es grenze an Kulturbarbarei, wenn z. B. ein Fachbuch aus den 80er Jahren über DDR-Medizintechnik nicht mehr verfügbar wäre. So der Journalist einer hiesigen Tageszeitung. Da könne ja einmal jemand forschen wollen. Auch die Idee, ein Ladengeschäft in einer Bibliothek unterzubringen, stößt auf wenig Gegenliebe. Um Gottes willen, ein Fitnesscenter in der Stadtbibliothek! Dabei wird nicht erwähnt, dass die SLB ein ungewöhnlich umfangreiches Magazin besitzt (320000 Einheiten).

Im Grunde finde ich beide Vorschläge erstmal diskussionswürdig, auch wenn mir Zahlen zum exakten Raumbedarf fehlen.

Der Gedanke an eine Stadtbibliothek in einem Einkaufszentrum oder in einer Geschäftsstraße ist doch nicht so abwegig. Um diese Dimension  geht es leider überhaupt nicht. In Berlin geschieht gerade das Gegenteil: Die  Zentral- und Landesbibliothek, die Stadtbibliothek, wird auf dem ehemaligen Flugplatz Tempelhof neu gebaut.

Allerdings scheint die Untervermietung von Räumen in Potsdam unabwendbar. Die Stadt hat sowieso kein Geld, außerdem muss sie sich an der Milliarden teuren Sanierung wilder Müllkippen in Brandenburg beteiligen, auf denen sie ihren Müll entsorgen ließ. (Neapel lässt grüßen!)

Jetzt kommt die DDR ins Spiel: Kein Kommerz in die Bibliothek, sondern  eine Zweigstelle des Eisenhüttener DDR-Alltagsmuseums, schlägt eine Kommunalpolitikerin vor. (Nein, von einer anderen Partei!) So etwas fehle in Potsdam. Das wäre eine willkommene Ergänzung zu den Gedenkstätten Stasi- und KGB-Gefängnis.

Nun gibt es  auf dem Territorium der ehemaligen DDR unzählige Alltagsmuseen. Ein weiteres ist schlicht überflüssig. In 35 km Entfernung, in Berlin gibt es eins. Aber Potsdam braucht sein eigenes. Die Landesregierung wird dann Potsdam und die Filiale Eisenhüttenstadt bezuschussen. Dem ist hinzuzufügen, dass die Landesregierung dem Eisenhüttenstädter Museum die Förderung versagen will, wenn es nicht zukünftig in seiner Ausstellung die Diktatur mit ihren alltäglichen Erscheinungsformen berücksichtigt. Damit ist alles gesagt über Sinn und Zweck der Alltagskulturmuseen. (Nebenbei: Wo gibt es eigentlich Museen der Alltagskultur im nationalsozialistischen Deutschland?)

Allerdings verbirgt sich hinter der Forderung, den Diktaturalltag in den Vordergrund zu stellen und nicht ständig die Opferperspektive,  Geschichtspolitik.  Museen wie das ehemalige KGB-Gefängnis oder das Stasi-Untersuchungsgefängnis werden die “Bad Banks” . Dorthin verirrt sich dann der Wessi, um sein Zerrbild von der DDR zu pflegen. Die Light-Version der DDR wird im Alltagskulturmuseum ausgestellt.

Wenn es denn schon ein Museum sein muss: Potsdam, eine ehemalige SED-Hochburg mit mehreren Hochschulen, einem Bezirksrechenzentrum,  hoher Militär- und MfS-Dichte (fast 1000 konspirative Wohnungen bei ca. 50000 Haushalten) und Hauptquartier des KGB, sollte die DDR-Aufarbeitung etwas gründlicher angehen:

Ich habe noch kein Museum gefunden, in dem die chaotische Planwirtschaft ausgestellt wird.

Darüber erfährt man bisher aus DDR-Witzen mehr Erhellendes. Oder in den entlegenen Berichten der Enquetekommission der 90er Jahre, die es in Schulen und Buchhandlungen nicht, aber immerhin in der SLB gibt. Und die sie bitte nicht aussondert.

In einigen Jahren werden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur SLB Landtagsabgeordnete in eine Art wieder aufgebautes, in seinen Proportionen arg verändertes Stadtschloss zwängen.

(Wenn die SED es nicht gesprengt hätte, wär´s heute einfacher und billiger mit der Sanierung geworden.)

Die SED hat in Schlössern, sofern sie sie nicht sprengen ließ,  gerne Altenheime, Kindergärten oder Krankenhäuser untergebracht, neben und in Schlossparks Trabi-Garagen, Schrebergärten und Bolzplätze. Meine Vorstellung von Überwindung des Feudalismus war immer anders: Die Stadtbibliothek müsste ins Schloss. (Bautechnisch sicher nicht ganz einfach. Ich hätte sogar über einen schicken Neubau mit mir reden lassen. Abgesehen vom Düsseldorfer Landtag ist ein schicker moderner Bibliotheksbau machbarer als ein hinreißendes modernes Politikverwaltungsgebäude. ) Statt Champagner schlürfender Adeliger drängt sich dort bürgerliches, gerne auch proletarisches Lesepublikum um die Regale. Diese Idee wurde in Potsdam schon vor Jahren verworfen.

Bei der ersten repräsentativen Umfrage 1997, ob die Potsdamer das Stadtschloss wieder haben wollten, waren es übrigens die 14-19jährigen, die mit 55% dafür stimmten, die 60+ Generation schaffte keine 30%.

Leseförderung durch Schlossneubau! Wär´doch ein schönes Motto gewesen.

2009/06/28

Wieso eigentlich “schulbibliotheken.de”?

Wieso heißt die Website der hessischen LAG Schulbibliotheken eigentlich “schulbibliotheken.de“?

Das ist eine lange Geschichte aus der guten, alten Zeit des frühen Internets, aber leider kein Schnee von gestern:

Die Digitalisierung in der LAG begann sehr früh. Das ist dem Engagement der Informatiker unter den Lehrern zu verdanken, vor allem dem Kollegen Rolf-Reiner Laasch.

Informatiker unter den Lehrern haben in den Schulen für den Anschluss ans Internetzeitalter gesorgt, lange bevor Bildungspolitik und Bildungsverwaltung sich des Themas angenommen hatten. Sie haben alte Rechner aus Firmenkellern aufgerüstet, an Wochenenden Computerräume verkabelt, Online-Dienste eingerichtet, die  man noch nicht einfach anklicken konnte, sondern über einen Algorhithmus erreichte oder auch nicht.

Mit der Lese-AG habe ich mich wegen der Verbindung zu einer Schule am Baikalsee und einem New Yorker Jugendbuchautor zuerst an meinem häuslichen Rechner getroffen, weil es in der Schule keinen Internetanschluss gab. Vom Elternbeirat wurde schließlich ein Compuserve-Account bezahlt. Als dann von „Schulen ans Netz“ Mitte der 90er ein nagelneuer Rechner kam, durften den unsere Informatiker nicht anschließen, sondern zwei Telekomtechniker. Warum haben wir bald gemerkt. Unser Compuserve-Account funktionierte nicht mehr. Nur über die Telekom kamen wir ins Netz. Diese sponserte ihren Account nur ein Jahr, dann mussten wir beim  Landkreis begründet die Kostenübernahme beantragen.

Einen elektronischen Katalog hatte ich 1992 angelegt, 1997 kam die LAG-Homepage, 1998 die mailing list hids, 2004 gab es die ersten LITTERA-WebOPACs in Hessen.

Die Homepage nannten wir schulbibliotheken.de. Was wir uns bei der Namensgebung gedacht haben? Nicht viel, ehrlich gesagt. Keinesfalls planten wir, ganz Deutschland schulbibliothekarisch zu beglücken. Einen längeren hessischen Domainnamen wollten wir aber auch vermeiden. Der ausschlaggebende Aspekt war: Kooperation mit dem Schulbibliotheksbüro im damals noch existierenden Deutschen Bibliotheksinstitut (dbi). Zu dem glaubten wir, einen offenen, freundschaftlichen Kontakt zu haben.

Wir hatten Mitte der 90er Jahre dem Büro, das übrigens auf Initiative eines hessischen Deutschdidaktikers, Prof. Doderer, entstanden war, vorgeschlagen,  zusammen eine Bücher-Empfehlungsliste für Schulbibliotheken zu machen. Das Büro machte dann seine. Da wir nichts mehr von ihnen gehört hatten, wir gleichzeitig unsere.

Wir hatten damals schon sechs Jahre Fortbildungsveranstaltungen in der Lehrerfortbildung durchführen können und schlugen dem dbi vor, einmal etwas zusammen zu machen. Weder das Hessische Lehrerfortbildungsinstitut noch die LAG wurden aber darüber informiert, dass das dbi längst eine eigene Veranstaltung in Hessen plante.

Da es in der Schulbibliothekskommission (Damals hieß die noch so!) des dbi Interesse an der hessischen Entwicklung gab, luden wir sie ein, organisierten einen Tagungsraum und sogar eine Einladung zu einer Weinprobe mit dem Kultusminister. Hinterher erzählte mir ein Ministerialbeamter pikiert, ein Mitglied der Kommission habe beim Minister angerufen und gebeten, einen Vertreter des öB-Dezernats des Wissenschaftsministeriums zur geselligen Weinprobe hinzuzuziehen.

In seinen Veröffentlichungen variierte dieser Leiter  die Parole vom baldigen Tod der hessischen Graswurzelbewegung LAG.

Ähnlich wie bei den genannten Vorfällen lief es mit der Homepage. Für das Stichwort „Schulbibliothek“ gab damals es bei Altavista eine sehr übersichtliche Zahl von Treffern. Vorneweg jahrelang die Website einer „Türmli-Schule“ in der Schweiz. Wir hielten eine Schulbibliotheks-Info-Seite für dringlich. Eine Kommunikation per Infobriefe und Rundschreiben aufbauen wollten wir nicht. Aber das Ganze alleine stemmen wollten und konnten wir auch nicht. Das war doch ein Thema für das ganze Land und damit für das nationale Schulbibliotheksbüro! Wir drängten das Büro nahezu, mit uns gemeinsam eine Informationsseite zu machen. Wie so oft, gab es keine Reaktion. Die LAG nannte ihre Website, deren Start sie noch einige Monate hinausgezögert hatte, schulbibliotheken.de. Noch immer bestand die Hoffnung auf eine Kooperation.

Sechs Jahre später startete die dbv-Seite „schulmediothek.de.

Im Vorfeld erreichte uns auf Umwegen der Vorwurf, wir würden die Domain schulbibliotheken.de blockieren und sollten sie herausgeben.

Wir waren noch nicht einmal abgeneigt gewesen, auch wenn wir uns über eine Anfrage oder Bitte mehr gefreut hätten. Genauso informell gaben wir über Dritte zurück, darüber könne man reden, aber nach mehrjährigen(!) vollmundigen Ankündigungen in der Presse hätten wir gerne mehr über die geplante Website erfahren. Im dbv-Netzwerk gab es nur einen Text, in dem Anforderungen an eine solche Seite zusammengetragen worden waren, natürlich ohne Erwähnung der hessischen. Immerhin unterhielten wir seit fünf Jahren eine Site, die jetzt hinter der “Türmli”-URL in Altavista auftauchte. Es gab weder offiziell noch gerüchteweise eine Reaktion. Schließlich verloren wir die Lust und ließen – natürlich wieder informell – verlauten, dass wir die Domain nur gegen Bares hergäben.

Inzwischen gelingt schulmediothek.de die Verlinkung zur LAG und wir machten es umgekehrt. Wir sind ja froh, dass es eine solche Informationsseite mit fundierten bibliotheksfachlichen Informationen gibt und nicht die LAG die Beratung für ganz Deutschland leisten muss. (Viele Jahre hatte die Stiftung Lesen alle Anfragen zu Schulbibliotheken an uns weitergeleitet.)

Nicht ganz glücklich erscheint mir die Favoritenrolle der ekz auf schulmediothek.de. Aber die sitzt ja auch in der Expertengruppe Bibliothek und Schule des dbv. Die (im gesamten bibliotheksfachlichen Netzwerk) lobende Erwähnung eines Projektes, in dem versucht wird, die Software der Fa. Bond in Hessen als Standard einzuführen (IMeNS) erinnert daran, dass die hessische landesweit eingeführte Schulbibliothekssoftware LITTERA in bibliothekarischen Kreisen gerne mit hämischen Kommentaren versehen wurde. Die deutsche Sektion von Transparency International hätte hier wohl ein Betätigungsfeld.

Und Schulbibliothekstage, die ohne Plazet des dbv stattfinden, wie der in Brandenburg und in Schleswig-Holstein, werden nicht angekündigt. Der 1. Bayerische, weil ein korrekter, mit dbv und ekz, wird demnächst deutschlandweit als Großtat bejubelt werden.

Es ist schade, dass das Pflänzchen “Schulbibliothek”, das in Deutschland ja ein Mauerblümchen ist, Exerzierfeld für verbandspolitische Egoismen und damit zusammenhängende kommerzielle Interessen ist.

Man kann die ganze Geschichte auch kurz erzählen: Es hat sich seit damals nicht viel geändert. Der dbv werde sich öffnen und Kontakte aufnehmen, „soweit dazu ein Bedürfnis“ bestehe. Das hatte mir ein dbv-Schulbibliotheksexperte 1994 gesagt. Das Bedürfnis bestand nie.

Wehe den Unbefugten, die sich beim Thema Schulbibliotheken einmischen!

2009/06/27

Lesetipp: “Terror und Traum. Moskau 1937″

“Terror und Traum” von Karl Schlögel entfaltet ein Panorama Moskaus in den Jahren 1937/38. Es macht die Faszination des Sowjetkommunismus spürbar. 20 Jahre nach dem Putsch der Bolschewiki ist eine Bilderbuchwelt entstanden, ein Land mit modernsten Auto- und Traktorenfabriken, Erschließung der entlegensten Landesteile, künstlichen Wasserstraßen, monumentalen Gebäuden, Schulen und Universitäten. Moskau hat eine U-Bahn mit palastartigen Bahnhöfen, Vergnügungsparks, Galerien, Theatern und eine gigantische Baustelle für den “Palast der Sowjets”, einer Mischung aus Rockefeller-Center und der geplanten Halle des Volkes in der Reichshauptstadt Germania. Die Leninstatue auf seiner Turmspitze sollte 75 Meter hoch sein. Zu Ende gebaut wurde der Palast nicht.

Mit Radio, Film, Musik, gigantischen Paraden und Kongressen wird im riesigen Imperium und im Ausland die Botschaft von der neuen klassenlosen Gesellschaft, dem neuen Menschen und den herausragenden technischen Leistungen verkündet.

Aber nicht nur deswegen ist das Land im permanenten Ausnahmezustand. Die eine Seite der Medaille ist der Traum vom Paradies auf Erden, dem man näher gekommen zu sein glaubt. Die andere Seite ist der unfassbare Terror, der 1937/38 seinen Höhepunkt erlebt. Die Putschisten von 1917 waren sich keinen Tag ihrer Herrschaft sicher. Da hatte es den jahrelangen Bürgerkrieg gegeben, das millionenfache Sterben der Bauern während der Kollektivierung der Landwirtschaft. Die ausländische Bedrohung, handfest im Bürgerkrieg erfahren, blieb dauerhaft vorhanden. Schließlich drohte das Reich der bürgerlich-kapitalistischen Welt den Untergang an. Die Gefahr wuchs mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus. Das Konkurrenzverhältnis der beiden Diktaturen wurde besonders anschaulich auf der Pariser Weltausstellung 1937, wo sich die Ausstellungspavillons, eher –paläste, gegenüberstanden.

Die von Anfang an chaotische Planwirtschaft brachte Versorgungsmängel und Fehlentwicklungen mit sich. Tausende standen stunden- und tagelang, meist vergeblich, vor den Moskauer Geschäften. Sie wurden von der Miliz auseinandergetrieben. Der Nomenklatura mangelte es dagegen an nichts.

Die Wohnungsnot muss wegen der Landflucht infolge der Kollektivierung, aber auch wegen des Bedarfs an Industriearbeitern in den Städten unbeschreibbar gewesen sein. Werktätige schliefen unter ihren Werkbänken, Familien hausten in einem einzigen Zimmer.

Stalin hatte eine neue Verfassung geschrieben und wollte den Sozialismus mit freien Wahlen krönen. Das konnte er sich aber nur trauen, wenn es als Wähler nur noch den neuen, sozialistischen Menschen gab, keine Oppositionellen, Schädlinge, Saboteure, alte Intelligenzja, Reste bürgerlichen Denkens, alle vereint unter dem Sammelbegriff Trotzkisten.

Was jetzt, 1937, als Abschluss eines Jahrzehnts unaufhörlicher Säuberungen, in Angriff genommen wurde, nennt Schlögel die „Endlösung“ der Klassenfrage: Eine „Säuberungsarbeit“, der vorsichtig geschätzt zwei Millionen Menschen zum Opfer fielen, davon 800000 durch Erschießen, die andern infolge der Haftbedingungen.

Für alles, was im Lande schief ging, wurden Schuldige gefunden: Zug- oder Bergwerksunfälle, fehlendes Brot, kaputte Traktoren und Produktionsausfälle, Missernten und Seuchen.

Dies sind die nur schwer zu lesenden Kapitel. Seitenweise wird aufgezählt, etwa (nicht wörtlich zitiert): Von 31 Abteilungsleitern 28 erschossen, einer vergiftet, einer begeht Selbstmord, einer überlebt, tausende von Armeekommandeuren erschossen, der neue Direktor war zwei Monate im Amt, dann wurde auch er erschossen, sein Nachfolger begeht nach drei Wochen Selbstmord, der Regisseur konnte seinen Film nicht fertig drehen, er wurde erschossen, Ehefrau und zwei Töchter wurden drei Monate später erschossen.

Tagelöhner, Bauern, Handwerker, Wissenschaftler, Ärzte, Architekten, einfache Parteimitglieder, Volkskommissare (=Minister), ZK- und Politbüroangehörige wurden der fantastischsten Vergehen beschuldigt, noch im Gericht oder in Gebäuden in und um Moskau erschossen und in Massengräbern verscharrt. Zur Belohnung gab es eimerweise Wodka für die Killerkommandos. Das erinnert an Auschwitz, wo die Waffen-SS-Angehörigen ebenfalls reichlich dem Alkohol zusprachen. Auch die NKWD-Führungskader, Gefängnisleitungen und sogar die Erschießungskommandos waren angeblich mit Trotzkisten, Saboteuren und Spionen durchsetzt und wurden gnadenlos dezimiert, teilweise unter tätiger Mithilfe hoher Parteikader und zeitgleich mit der Feier zum zwanzigjährigen Bestehen des Geheimdienstes im Bolschoi-Theaster. Besonders traf es die ausländischen Kommunisten, die sich nach Moskau geflüchtet hatten, ebenso jüdische Kommunisten sowie Angehörige der nichtrussischen Ethnien im Sowjetreich. Man kann diese Seiten nur mit Mühe lesen.

Die Ehefrau eines deutschen Kommunisten schrieb treuherzig an Stalin, man habe anfänglich erschrocken und ungläubig von der Verhaftung des einen oder anderen Genossen erfahren, aber es aufgrund der höheren Einsicht der Verantwortlichen akzeptiert. Als dann auch deren Freunde, Bekannte und Familien wegen Verrats oder Spionage abgeholt wurden, sei das nur schwer zu begreifen gewesen. Inzwischen gebe es fast keine deutsche Familie, die nicht irgendwie von Verhaftungen betroffen sei. Es könne doch nicht sein, dass so viele Verräter in ihren Reihen seien. Im Ausland war man entsetzt, wie in Moskau die führenden Genossen verschwanden.

Schlögel, wie andere vor ihm, etwa Koestler oder Ryklin, hellt das Mysterium der reuigen Angeklagten in den Schauprozessen auf. Am prominentesten etwa Politbüromitglied Bucharin, „Lenins Liebling“, der sich mit einem Brief von Stalin verabschiedet. Bucharin widerspricht zwar einer Mitschuld an den detailliert vorgetragenen Verbrechen, die ihm angelastet werden, gibt aber eine Gesamtschuld zu. Er sieht in seiner Hinrichtung noch den Sieg des proletarischen Staates und in seiner Selbstentlarvung die Überlegenheit kommunistischen Denkens. Die lange Isolationshaft habe ihn zu diesem Klärungsprozess geführt. (Verstehe ich jetzt besser, was der Potsdamer Historiker Martin Sabrow meint, wenn er im Zusammenhang mit der DDR von Konsensdiktatur spricht?)

Das Buch ist eine imponierende Leistung des Darmstädter Osteuropafachmannes Karl Schlögel. Ich empfehle es als Ergänzung zur DDR-Aufarbeitungsliteratur. Man sollte sich nicht verlieren in Diskussionen über den “Rechtsstaat” DDR, die Alltagskultur von Eisenhüttenstadt, die Frauenemanzipation und darüber, ob es eine „Wende“ oder eine Revolution war. Statt Fußnoten der Geschichte sollte man Schlögel lesen.

Es waren Menschen, die den Terror von 1937/38 in Moskau überlebt haben, die Zeit in der jeder jeden denunzierte, um die eigene Haut zu retten, die zehn Jahre danach mit einem Fackelzug die DDR gegründet haben. Und dann in Ostberlin Schauprozesse inszenierten. Noch Ende 1989 unterschrieben MfS-Offiziere “Mit tschekistischem Gruß”.

Das Faszinierende am Sozialismus kommt bei Schlögel nicht zu kurz. Aber es lässt sich nicht vom Terror trennen.Das Buch trägt seinen Titel zu Recht.

Bei Hanser
Auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung

2009/06/27

Periphere Bibliotheken

Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), derzeit  mit der Hauptstelle in Kreuzberg gelegen, soll einen Neubau auf dem Gelände des stillgelegten Flugplatzes Tempelhof erhalten.

In jedem finnischen Ort liegt die Stadtbibliothek in der Mitte. Da Berlin sich gerne in der Metropolenliga sieht, kann man auch an die Public Library in der 5th Avenue in New York erinnern.

Die Lage am Halleschen Tor könnte man als gerade noch zentral bezeichnen. Die ZLB wandert demnächst ca. zwei weitere Kilometer weg von der Mitte. Und dann nicht etwa in das imposante Gebäude des ehemaligen Zentralflughafens. Das erreicht man von den nächstgelegenen U-Bahn und Bushaltestellen in wenigen Minuten zu Fuß. Das hätte immerhin Assoziationen freigesetzt: “Mit Büchern abheben”. Der Neubau wird auf dem  Tempelhofer Feld sein. Wenigstens günstig zur Stadtautobahn gelegen.  Ich halte eine solche Lage für die größte Berliner Publikumsbibliothek  für suboptimal.

Rätselhafter wird das noch, wenn man die Planung für das Humboldtforum im wieder zu errichtenden Stadtschloss einbezieht. Da soll die ZLB u.a. mit der Kinder- und Jugendabteilung einziehen. Passend zum ethnologisch-interkulturellen Konzept des Forums? Die sowieso schon geringen Bibliotheksflächen im geplanten Humboldtforum sind im Laufe der Zeit noch geschrumpft. Die Internetseite, auf der die ZLB ihr Konzept für eine Zweigstelle im Stadtschloss/Humboldtforum vorstellt, ist zzt. nicht aufrufbar!

Der in Berlin lebende deutsch-amerikanische Publizist Michael S. Cullen hatte vor langer Zeit vorgeschlagen, die beiden Staatsbibliotheken (West und Ost) im neuen Schloss zusammenzulegen und die ZLB im dann frei gewordenen  Scharounbau an der Potsdamer Straße unterzubringen. (Das Gebäude der Staatsbibliothek Ost Unter den Linden wäre m. E. auch nicht schlecht gewesen.)

In Berlin-Mitte, an der Chausseestraße, entsteht zurzeit ein riesiger Neubau für den Bundesnachrichtendienst.

2009/06/26

Neues vom Lernen 2.0

In der taz wird über Lehrer/innen berichtet, die Blogs und Wikis im Unterricht einsetzen.

Übereinstimmend berichten die innovativen Kolleginnen und Kollegen, dass die Motivation der Schüler/innen bald nachlässt. Mich beschäftigt die Frage, inwieweit die Forderung, Schüler da abzuholen, wo sie stehen – Stichwort “digital natives” – im Konflikt liegt zu dem Bestreben von Kindern und Jugendlichen, eine erwachsenen- und schulfreie Welt für sich zu haben – Stichworte MySpace, SchülerVZ, Youtube, Chatrooms, Handygebrauch-.

Man kennt das aus dem Deutschunterricht: “Ich habe gerne gelesen, dann kam der Literaturunterricht.” (Stammt aus einem Buch über Lesesozialisation.)

Den Hinweis auf die taz verdanke ich Martin Riemer.

2009/06/25

Vom Guten der DDR-Schule

Ich bin erstaunt, wie toll manche westdeutsche Pädagogen das DDR-Schulsystem finden. Reformschulen wie Odenwaldschule, Laborschule, Fritz-Karsen Berlin, Helene-Lange Wiesbaden, wer kennt die schon noch?

Bedarf es einer Diktatur (Konsens-, Fürsorgediktatur), um die urmarxistischen Ziele gleicher Bildungschancen für Stadt und Land, für Frauen und Männer, zu erreichen?

Ich habe einmal zusammengestellt, warum m.E. die DDR-Schule bis in die oberste Schulaufsicht hinein so bewundert wird :

  • Die niedrige Abiturientenquote (10%). Mit den Übriggebliebenen konnte man in der Oberstufe richtig gut arbeiten.
  • Schwierige, renitente Schüler landeten in den Jugendwerkhöfen.
  • Auf integrativen Unterricht mussten sich die Kolleginnen und Kollegen auch nicht einlassen.
  • Die Schule war weitestgehend ausländerfrei.
  • So modernes Zeug wie Schüler-, Handlungs- oder Problemorientierung waren nicht handlungsleitend. Differenzierung war zeitweilig nötig, damit keiner abfiel, aber ebenfalls keine grundlegende Planungskategorie. Referate und Gruppenarbeit wurden in Fachzeitschriften immerhin diskutiert. Der Unterricht war eher rezeptiv.
Wir hatten Ende der 80er Jahre sehr häufig im laufenden Schuljahr Zugänge von Übersiedlerkindern und konnten Stärken und Schächen dieser Schüler/innen gut sehen.
  • Unterrichtsvorbereitung war solides Handwerk. Die Lehrpläne waren nicht nur Rahmenpläne, sondern hoch verbindlich. Unterricht war zentral vorgeplant. Man musste nicht selbst aufwändig didaktische Analyse betreiben, Bildungsgehalt und -inhalt destillieren, kognitive, soziale und methodische Lernziele konstruieren. Zügig durchgeplante, kleinschrittige  Stundenverläufe gab es für jedes Fach.
Als unsicherer westdeutscher Junglehrer habe ich nach diesen Handbüchern Sport und Turnen unterrichtet. Das Fach hatte ich nicht studiert.
  • Die Einschätzung der vormilitärischen Ausbildung fällt mir etwas schwer. Ob der Umgang mit Handgranaten und Maschinengewehren von Vorteil ist? In Westdeutschland hat man ja die Sportschützen dafür. Vielleicht Einübung in Befehl und Gehorsam als Teil der Staatsbürgerkunde?
  • Der polytechnische Unterricht.
In dem musste ich in Hessen so komplizierte Themen wie “Streik und Aussperrung”, “Betriebsverfassungsgesetz”, “Berufswahlvorbereitung” “Bewerbungstraining” unterrichten. Viel lieber hätte ich die Klasse jede Woche zur “Produktiven Arbeit” in Betriebe geschickt wie in Ostdeutschland.  Das hätte mir auch die Mühe mit der Organisation des Betriebspraktikums erspart.
  • Der Schulleiter konnte in Anwesenheit seines Kollektivs und des Schülermaterials Lob und Tadel verteilen, auch mal einen Rausschmiss vor versammelter Mannschaft vom Pedell durchführen lassen, wie in der Berliner Ossietzky-Oberschule.
Ich hatte einmal einen notorischen Schläger mit dicker Schülerakte voller schriftlicher Tadel vorübergehend von der Schulpflicht “befreit”. Das erlaubt mir das Schulgesetz, aber das Schulamt war nicht erfreut. Eine hessische Amtsrichterin, vor der ich mich wegen dieser “Untat” auf Betreiben des Schülers rechtfertigen musste, wies die Klage zwar ab, weil ich alle Formalia beachtet hatte. Sie äußerte aber sehr ruppig ihr Unverständnis über Lehrer, die sich von solchen Schülern auf der Nase herumtanzen ließen und nicht früher reagierten. Die Dame kennt das hessische Schulrecht und die Schuljuristen nicht. (Nebenbei: Ich freue mich darauf, demnächst im Internet Richter benoten zu können.)
  • Für den Lernerfolg ihrer Schüler/innen waren die Lehrer verantwortlich. Das war ein herrvorragendes Instrument für Schulleiter/innen, um ihr Kollektiv zu formen. Und trug zu den guten Noten bei.
Das ist billiger als die 7 Millionen teure Evaluation mit zig A15 Stellen in Hessen. Gerne würde ich wissenschaftlich untersucht wissen, wie sehr die guten Noten, die positive Einschätzung der Schülerleistungen, dem Nachweis diente, dass die Lehrer/innen gut sind. Also gewissermaßen eine Schutzfunktion hatten.


Abschließend, um Missverständnisse zu vermeiden, verweise ich auf Claudia Rusch:

“Deutlich zu benennen, welche Strukturen, Manipulationen und Repressalien das System bestimmt haben, heißt ja keineswegs, das dort stattgefundene Leben aller gleich mit zu verdammen.

2009/06/24

Viele Bibliothekspreise im Saarland

Gerade die kleinen Länder bewegen sich. Das sieht man in Portugal. Aber auch im Saarland. Das dortige Kultusministerium vergibt Preise für Bibliotheken. Neben öffentlichen Bibliotheken werden Jugend- und Kinderbibliotheken sowie Schulbibliotheken bepreist, demnächst gibt es auch einen Preis für Bibliotheken als Lernort.